Zur Startseite      -      Zur Archivübersicht

Kein nationales Zwangs-CSR in Deutschland
Der Vorsitzende des MIT-Bezirksverbandes Osthessen und Mitglied des MIT-Landesvorstandes, Gerd Robanus, kritisiert die Pläne von SPD Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, ein nationales Zwangs-CSR (Corporate Social Responsibility) in Deutschland einzuführen. Hintergrund sind die Bestrebungen des Bundesarbeitsministers, die Unternehmen zur Einhaltung von CSR-Richtlinien zu zwingen, indem sie nur noch dann an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen dürfen, wenn sie vom Bundesarbeitsministerium ein „Gütesiegel“ erhalten haben, welches die Einhaltung der CSR-Richtlinien bestätigt.

"Dies ist ein eklatanter Eingriff in die Freiheit und Selbstbestimmung der Unternehmen und kann nicht akzeptiert werden", so Gerd Robanus anlässlich einer Versammlung des MIT Kreisverbandes Bergstrasse am vergangenen Sonntag in Lampertheim. Gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass EU-Kommissar Günter Verheugen die EU-Vorlage zur Einführung eines Zwangs-CSR auf europäischer Ebene zurückgezogen hat, sei das Vorhaben des SPD Bundesarbeitsministers absurd. "Herr Scholz sucht nach einer neuen Möglichkeit, die Unternehmensfreiheit in Deutschland weiter einzuschränken", warnt Gerd Robanus und bekräftigte den Widerstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung gegen diesen Angriff auf die unternehmerische Entscheidungsfreiheit.

Auf dem 33. Landesmittelstandstag in Bad Arolsen hatten die MIT-Mitglieder im September bereits einen Antrag von Gerd Robanus an den CDU-Bundesparteitag, der sich für die Freiheit der unternehmerischen Entscheidung und gegen ein nationales Zwangs-CSR ausspricht, verabschiedet.

Anzeigen